Herbst & Little Canada

Herbst & Little Canada

Herbst & Little Canada

Von Marius:

VON DER ENG ZUM PLUMSJOCH

Die Woche neigt sich dem Ende, entspannt beginnt das Wochenende. Wir sitzen im Auto in Richtung Tegernsee, über den Archenpass am Silvensteinspeicher vorbei bis wir schließlich unser Ziel Hinterriß erreichen. Zwischen Hinterriß und Eng waren wir schon etliche Male und werden noch oft wiederkommen, denn hier umgeben von den schroffen Steinspitzen des Karwendel, fühlen wir uns zurückversetzt in das Yosemite Valley. Wäre hier nicht die Straße, welche sich am Rissbach entlang schlängelt und die vielen Wanderparkplätze, so könnte man sich wie tief in der Wildniss fühlen. Ab und an taucht dieses Gefühl flüchtig auf, speziell jetzt im Herbst an den frostigen Nächten und mystisch nebeligen Morgen.

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Genau in dieser Zeit im Bus zu übernachten ist wunderschön, die Temperatur ist gerade noch so erträglich, dass die Standheizung nicht durchgehend laufen muss. Dennoch ist es so frisch, dass man nicht gerne ein, zwei oder zehn Minuten länger im Schlafsack bleiben möchte. Ausgeschlafen geht es zuallererst in das Naturparkhaus in Hinterriß, denn um diese Zeit im Jahr haben viele Hütten bereits geschlossen oder sind einige Wege aufgrund des Schnees nicht mehr passierbar. Also mal kurz ein paar Erkundungen einholen…

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Also los, noch ein stärkendes Frühstück mit leckerem Kaffee von Muckefuck (muckefuck.info) in der nun aufheizenden Sonne und ab in die Wanderstiefel. Ziel ist die Plumsjochhütte, eine eher moderate Wanderung, da wir gegen Abend wieder zurück in München sein müssen (heute Abend ist das Abschiedskonzert unserer „Teene Band“ Blumentopf). Mit 2,5 Stunden ist der Weg ausgeschrieben dies gilt aber eher für gemütliche Spaziergänger, als für so den ambitionierten Wanderer. Vom Parkplatz P8 geht es zunächst über den Rißbach, dann rechts über eine kleine den Bach speisende Quelle. Auf einem schmalen Pfad schaffen wir die ersten Höhenmeter, bis dieser wieder den Forstweg kreuzt. Nun müssen wir einige Zeit dieser breiten Schotterstraße folgen bevor der richtige Wanderweg wieder abzweigt. Zwischen bunten Bäumen und Raureif vorbei an rauschenden Bächen und auf verblockten Pfaden geht es weiter. Wir hatten großes Glück, denn außer uns haben sich nur Wenige heute auf den Berg verirrt. Je höher wir kommen, umso fantastischer wird der Blick auf die umliegenden Karwendel-Gipfel. Der Herbst krönt dieses Bild mit den schönsten Farben seines Repartoires.

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Oben angekommen scheint die Hütte wie ein fremdes Wesen, denn entgegen einer klassisch Tiroler Hütte hat diese ein Spitzdach. Gemütlich und einladend wirkt sie, aber genauso wenn nicht gerade wegen ihrer Eigenheit um so mehr. Für uns gibt es die Jause aber erst noch ein Stück höher direkt auf dem Rücken des Jochs mit Blick in das Inntal bis zum Alpenhauptkamm. – Mahlzeit.

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