Der Soinsee

Der Soinsee

Der Soinsee

Von Marius:

Die Einsamkeit hinter den drei Seen

Der Tegernsee ist wunderschön und ein Juvel des Alpenvorlands. Leider wissen das sehr viele und nützen den nahegelegenen Ort zum erholen und entspannend. Die etwas Findigeren wissen längst um den Charme des Schliersees, welcher zwar auch überlaufen aber nicht dem Chic erlegen ist.

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oben links: Ordentlich frühstücken für die heutige Tor mit Sepp, Muckefuck Kaffee aus dem Allgäu (http://muckefuck.info)  |  oben rechts: wir hatten sooooooo Lust auf Kaiserschmarrn! mmmhhhh

Doch am Dritten, dem Spitzingsee, welcher meist von Skifahrern, Mountainbikern und Wanderern frequentiert wird, vorbei öffnet sich ein ganz anderes Tal.

Aber von Anfang an. Vor einiger Zeit haben wir uns mit Freunden zu einem Buswochenende verabredet. 2 Bullis, 4 Leute und ein Hund. So beriet man sich wo die Reise denn hingehen könnte. Von Südtirol, Grossglockner bis Allgäu kam einiges zur Sprache. Doch wir sind gar nicht so weit weg von unserem Münchner Domizil in Bayrischzell gestrandet.

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Franzi und ich waren hier noch nie und fragten uns eigentlich wieso. Nah an München, dennoch wilde Landschaften und verträumte Hütten. Groß ist dieses Tal unter dem Wendelstein im Mangfallgebierge zwar nicht, aber es gibt unzählige und vor allem einsame Wege auf die umliegenden Berge.

Das Ziel des heutigen Ausflugs ist der Soinsee unterhalb des Ruchenköpfe. Los geht es von einem der zig Parkplätze (der Parkplatz direkt unterhalb des Sillberghauses ist kostenpflichtig) in Richtung Sillberghaus. Der schmale Trail windet sich durch den Wald an Felskannten und Kuhweiden vorbei und erreicht bald das Sillberghaus. An der Einkehr vorbei geht es weiter bis zu einem kleinen Wegkreuz, hier kann man zwischen dem Aufstieg über die Auerspitz und über die Soinalmen wählen. Wir entschieden uns für letzteres und stiegen über wunderschöne Almwiesen, junge und sehr neugierige Rinder, Wildpferde und Schafe im Soingraben auf. 3 Hütten später geht die eben noch breite Forststraße in einen schmalen Pfad über, welcher uns zu einem Buckel führt und uns erstmals den Blick auf den wunderschönen, stahlblauen Bergsee zulässt. Von dort ist es nur ein kleiner Abstieg zum See, der malerisch und friedlich dort oben auf ca. 1.450 m ruht.

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Nach einer ausgiebigen Rast, ein wenig Schlaf und einer leckeren Vesper geht’s zurück ins Tal, natürlich auf einem anderen Weg. Alsbald passiert man eine kleine Hütte, welche seit 36 Jahren von der 70-jährigem Sennerin bewirtschaftet wird. Aus der Milch von nur zwei Kühen gibts es hier täglich frische Milch, Sahne, Butter und kleine Käsleibe. Der eine Teil bleibt hier für die hungrigen Bergler, der andere kommt in den Dorfladen ins Tal. Weiter geht es abwechslungsreich auf einem schmalen Weg über Wiesen, Wald und entlang einem wilden Bach an weiteren Almen vorbei bergab. Nach einem kurzen Marsch an der Straße entlang sind wir auch schon wieder am Auto.

Ab ins Dachzelt, Lichter aus und gute Nacht.

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