Roadtrip // Tessin & Schweizer Alpen

Roadtrip // Tessin & Schweizer Alpen

Roadtrip // Tessin & Schweizer Alpen

Hier gibt es einen Überblick unserer Tour
Illustriert von Franzi

Am Donnerstagabend ging es von München nach Kaufbeuren, der Bus war nämlich noch rappel voll mit lauter schönen Dingen, die wir erstmal ins Lager bringen mussten. Am Freitag Morgen machten wir uns auf den Weg in Richtung Schweiz, klassisch A96 nach Lindau und über Bregenz bei Rohrschach auf die schweizer Autobahn in Richtung Chur. Die Natur um den Bodensee explodiert um diese Zeit förmlich. Die ersten warmen Tage, das bunte Meer aus Farben und der warme Wind, der durch das offene Fenster bläst – es ist Frühling! Mit diesem Gefühl fuhren wir gen Süden durch die traumhafte schweizer Landschaft, vorbei an langsam satten werdenden Wiesen und noch gezuckerten Gipfeln, blühenden Bäumen und massiven Gesteinsformationen. Fast wie in einer Zeitreise veränderte sich die Natur mit jedem Meter, den wir höher kamen, von gerade noch bereits verblühtem Löwenzahn zu noch nicht Mal geöffneten Knospen.

Als nach Chur das letzte Stück Strecke bis zum San Bernardino Pass anstand, entschieden wir uns die Autobahn zu verlassen und auf der Landstraße weiter zu fahren. Der erste Teil der Strecke führte durch die Viamala, einer sagenhaft schönen Schlucht. Das dort ansässige Besuchercenter (Foto unten) wirkt wie ein fremdes Wesen aus Beton und Glas und fügt sich dennoch perfekt in die spektakuläre Landschaft ein. Am Hinterrhein entlang schlängeln wir uns den Anstieg zum San Bernadino hinauf. Eine Hängebrücke (Foto unten) bringt uns zum nächsten kurzen Zwischenstop. Wir erkunden ein bisschen das Unterholz auf der anderen Uferseite, ein Wanderweg Richtung Eisloch klingt schon sehr verlockend, doch wir machen uns wieder auf Richtung Lago.
Kurzer vor Splügen empfängt uns ein großer türkis farbener See, der sich nach einigen Stunden im Bus als perfekter Piquenique Platz (Foto unten) eignet.

Gut gestärkt und sonnengetankt näherten wir uns dem heutigen Ziel, dem Lago Maggiore. Da der schweizer Franke ja momentan wirklich ungünstig im Wechselkurs steht, mussten wir den italienischen Grenzübergang abwarten, bis wir in Cannobio den ersten Spritz genießen konnten und unsere italienische Kenntnisse austesten konnten. Wir lernen ja seit einem halben Jahr etwa Italienisch an der VHS und die Fahrten im Bus eignen sich immer perfekt für einzelne Lehrstunden. 
Auf der Suche nach einem Nachtquartier wurden wir sehr schnell fündig. Ein Anlegesteg der Fähre (Foto unten), welche momentan noch nicht verkehrt, direkt am Wasser und weit genug entfernt von der Straße war perfekt. Wir hatten uns absichtlich entschlossen die Westeseite des Lagos zu befahren, denn hier gibt es so früh wie möglich Morgensonne.

Am nächsten Morgen wurden wir natürlich früh von der Lotta geweckt, Bieseln. Also raus aus dem Bus und etwa ein paar Minuten später kam die warme Sonne hinter den Bergen hervor. Das schöne am Reisen (und am Hundebesitzer sein) sind die unterschiedlichen Menschen, die man kennenlernt. Eine Einheimischen gab und den Tipp den Markt in Verbania (nicht in Luino) zu besuchen. Es gäbe wohl einen Markt und einen Flohmarkt, der um 9:30Uhr die Türen öffnet. Gesagt getan, den Lago südlich runter nach Verbania und nach Cornetti und Cappuccini schlenderten wir vorbei an viel italienisch Mode, Taschen und Accessoires sowie formaggi, verdure e frutte (Foto unten). Das sizilianischen Gebäck ist übrigens super lecker. Ein Ausflug dort hin lohnt sich auch der Stadt wegen, die kleinen verwinkelten Gassen laden zum Treiben ein und es gibt eine breite Auswahl an Geschäften. Verbania und Luino sind die größten Städte am Lago Maggiore.

 

Am Markt hatten wir einen Kalifornier kennengelernt, der uns den Tipp für ein super leckeres Restaurant in Cernobbio am Comer See gab. Und so trägt uns der Roadtrip weiter zum südlichen Ende des Lago Maggiores Richtung Como.

Auf der Suche nach einer geeigneten Brotzeitstelle und einem Stop in der Sonne kamen wir an einem sehr schön angelegten kleinen Parkstück direkt am See vorbei. Der Park war gesäumt von betörend duftendem Goldregen. Lotta war es tatsächlich schon viel zu heiß in der Sonne und sie musste in den Schatten ziehen.

Wieder auf der Straße schlängelt sich diese mal breiter mal schmaler am See endlang ehe wie überland durch Varese hindurch zum Lago die Como fuhren.

In Como angekommen bummelten wir durch die Altstadt und endlang der Hafenpromenade. Como selbst ist uns dann aber schnell zu touristisch und es tummelt sich eher der italienische Chic hier. Daher machten wir uns auf nach Cernobbio, in die uns empfohlene Trattoria del Vapore.
Mit seiner Geografie ist der Lago di Como fast zu vergleichen mit einem Norwegischen Fjord. Steile Klippen stürzen direkt in den See und das satte Grün wird von großen weißen Bergen umgeben. Atemberaubend schön.

Das wirklich hervorragende Essen der Trattoria und der noch viel bessere Hauswein (!!) ließ uns schnell ein Lager für die Nacht aufsuchen. In Laglio wurden wir fündig. Die Berge sind höher und der Comer See schmäler, daher braucht die Sonne etwas länger, um die Ortschaften zu erreichen.

Auf der Suche nach einem italienischen Café (die Suche nach einem Café ist gleichzusetzen mit der Suche nach einer Toilette) machten wir in Argegno Halt. Eine süße kleine Ortschaft, die ihren Charme vor allem durch diese alten nicht totrestaurirten Häusern versprüht.

 

Bald gehts weiter mit Teil 2
🙂

 

>> Und hier noch der Blick in unser Adventure Stories für die Tour:

 

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