Skandinavien

7 praktische Norwegen-Tipps für euren Roadtrip mit Camper und/oder Familie

7 praktische Norwegen-Tipps für euren Roadtrip mit Camper und/oder Familie

Norwegen gehört für uns zu den schönsten Reisezielen Europas. Egal ob mit dem Camper, Wohnmobil oder Auto – das Land begeistert mit spektakulären Fjorden, einsamen Inseln, beeindruckenden Wanderungen und einer unglaublichen Natur. Auf unseren Reisen haben wir einige Erfahrungen gesammelt, die euch Zeit, Geld und manchmal auch Nerven sparen können.

Hier kommen unsere persönlichen Norwegen-Tipps.

1. Den Nationalfeiertag am 17. Mai solltet ihr unbedingt erleben

Wenn ihr eure Reise zeitlich planen könnt, versucht den 17. Mai in Norwegen zu verbringen. An diesem Tag feiern die Norweger ihren Nationalfeiertag – und das mit unglaublich viel Herzblut.

Überall ziehen festliche Umzüge durch die Städte und Dörfer. Viele Menschen tragen ihre traditionellen Bunad-Trachten, schwenken norwegische Flaggen und feiern gemeinsam mit Familie und Freunden. Die Atmosphäre ist einzigartig und gehört für uns zu den schönsten Erlebnissen einer Norwegenreise.

Ein schöner norwegischer Spruch besagt übrigens, dass nach dem Nationalfeiertag kein Schnee mehr fällt – zumindest hoffen das die Einheimischen jedes Jahr.

2. Nutzt die kostenlosen Fähren zu den norwegischen Inseln

Viele Reisende wissen gar nicht, dass zahlreiche Fähren in Norwegen kostenlos sind.

Um abgelegene Inseln attraktiver zu machen, hat Norwegen in den vergangenen Jahren viele Fährverbindungen ohne feste Straßenanbindung kostenfrei gemacht.

Dazu gehören unter anderem:

  • Røst
  • Værøy (Papageientaucher)
  • Smøla
  • Vega
  • Lovund
  • Selvær 

Gerade diese Inseln gehören oft zu den schönsten Geheimtipps des Landes und werden deutlich seltener besucht als bekannte Ziele wie die Lofoten.

Unser Tipp: Plant bewusst einen Abstecher auf eine dieser Inseln ein – ihr werdet mit Ruhe, Natur und authentischem Norwegen belohnt.   
  

3. Wanderwege in Norwegen sind oft anspruchsvoller als in den Alpen

Wer häufig in den Alpen unterwegs ist, sollte sich von den norwegischen Wegmarkierungen nicht täuschen lassen.

Die Schwierigkeitsgrade werden in Norwegen teilweise anders bewertet als in Deutschland oder Österreich. Eine mittelschwere Tour kann deutlich steiler, felsiger oder ausgesetzter sein als erwartet.

Gerade mit Kindern empfehlen wir:

  • Tourenberichte vorher lesen
  • Höhenmeter beachten
  • genügend Zeit einplanen
  • lieber eine einfachere Route wählen

Wir haben selbst erlebt, dass rot markierte Wanderwege, die wir in den Alpen problemlos mit unseren Kindern gehen würden, in Norwegen deutlich anspruchsvoller waren.

4. AutoPASS spart Zeit und häufig sogar Geld

Wer mit dem eigenen Auto oder Wohnmobil unterwegs ist, sollte sich bereits vor der Reise mit AutoPASS beschäftigen.

Über das System werden in Norwegen automatisch

  • Mautgebühren,
  • viele Fährfahrten
  • und teilweise Tunnel

abgerechnet.

Je nach Strecke lassen sich dadurch sogar Rabatte auf einzelne Fähren erhalten. Außerdem müsst ihr unterwegs nicht jedes Mal bezahlen oder Tickets kaufen.

Unser Tipp: Informiert euch vor der Reise über AutoPASS und die aktuell gültigen Partnerportale, damit ihr entspannt durch Norwegen reisen könnt.

5. Camper direkt in Norwegen mieten

Nicht jeder möchte mit dem eigenen Camper bis nach Skandinavien fahren.

Eine entspannte Alternative ist es, direkt in Norwegen einen Camper zu übernehmen – besonders wenn ihr eure Reise im Norden oder auf den Lofoten starten möchtet.

Bekannte Anbieter sind unter anderem:

  • Indie Campers
  • Roadsurfer
  • Lofoten Vanlife
  • Arctic Campers

Gerade wenn ihr nur zwei bis drei Wochen Zeit habt, spart ihr euch dadurch mehrere Anreise-Tage.

6. Das Olavsfest in Trondheim ist ein echtes Highlight

Trondheim zählt ohnehin zu unseren absoluten Lieblingsstädten in Norwegen.

Wenn ihr Ende Juli oder Anfang August unterwegs seid, lohnt sich ein Besuch während des Olavsfest ganz besonders. Dann verwandelt sich die Stadt in eine große Festivalbühne mit Konzerten, Kulturveranstaltungen und einem einzigartigen Flair.

Beachtet allerdings, dass Wohnmobilstellplätze und Unterkünfte in dieser Zeit schnell ausgebucht sind. Eine frühzeitige Reservierung lohnt sich.


7. Heidelbeeren machen jede Wanderung besser

Ab etwa Mitte August beginnt in vielen Regionen Norwegens die Heidelbeer-Saison.

Entlang unzähliger Wanderwege wachsen riesige Blaubeersträucher. Gerade für Familien mit Kindern wird jede Wanderung plötzlich viel spannender, wenn unterwegs immer wieder frische Beeren genascht werden können.

Für unsere Kinder war das jedes Mal die perfekte Motivation, auch längere Touren durchzuhalten – und ehrlich gesagt haben wir Erwachsenen mindestens genauso begeistert mitgepflückt.

 

Unser Fazit

Norwegen überraschte uns immer aufs Neue. Oft sind es nicht die bekannten Sehenswürdigkeiten, sondern genau diese kleinen Tipps, die eine Reise entspannter und noch schöner machen.

Ob kostenlose Fähren, AutoPASS, besondere Feste oder die Blaubeeren am Wegesrand – mit etwas Vorbereitung erlebt ihr das Land noch authentischer.

Habt ihr selbst noch einen Geheimtipp für Norwegen? Dann schreibt ihn gerne in die Kommentare – wir freuen uns immer über neue Inspirationen.

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