Südafrika

Pinguine suchen auf der Kap-Halbinsel: Die Garden Route mit Familie entdecken - Teil 2

Pinguine suchen auf der Kap-Halbinsel: Die Garden Route mit Familie entdecken - Teil 2

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Mit dem Mietwagen über die Kap-Halbinsel

Nach unserem intensiven Stadttag zieht es uns am nächsten Morgen wieder hinaus in die Natur. Heute wollen wir mit unserem Mietwagen die Kap-Halbinsel erkunden. Ein Tag ist dafür eigentlich viel zu knapp, denn entlang der Strecke liegen unzählige Strände, kleine Küstenorte, Aussichtspunkte und Wanderwege. Für einen ersten Eindruck reicht es trotzdem – zumindest, wenn man bereit ist, früh zu starten und am Abend mit sehr vielen neuen Eindrücken zurückzukommen.

Direkt am langen Sandstrand stehen die berühmten bunten Strandhäuser von Muizenberg. Rot, Gelb, Grün und Blau leuchten sie vor dem hellen Sand und dem Atlantik. Einst dienten die kleinen Holzhäuser als Umkleidekabinen; heute gehören sie zu den bekanntesten Fotomotiven der Kapregion. Wir fahren weiter entlang der Küste in Richtung Simon’s Town, dort wartet eine Begegnung auf uns, auf die wir uns alle schon seit Tagen freuen.

Pinguine am Boulders Beach

Wir sind bereits an vielen Orten dieser Welt unterwegs gewesen, haben Bären in Kanada, Elche in Norwegen, Wale in den USA und unzählige andere Tiere in freier Wildbahn beobachtet – aber Pinguine haben wir bisher noch nie gesehen. Entsprechend groß ist die Aufregung, als wir den Parkplatz am Boulders Beach erreichen.

Noch am Parkplatz bekommen wir den Tipp vom Einweiser, zunächst den öffentlichen Weg auf der anderen Seite des Parkplatzes zu erkunden. Dort brüten ebenfalls immer wieder Pinguine in den Büschen. Gesagt, getan wir steigen aus und noch am Parkplatz selbst watschelt etwas tollpatschig der erste Pinguin an uns vorbei. Kurz darauf sehen wir weitere dieser süßen Tierchen, die Kinder wie auch wir sind hin und weg.

Der offizielle Bereich des Boulders Beach, gehört zum Table Mountain National Park. Ein Holzsteg führt durch die geschützte Vegetation zu mehreren Aussichtsplattformen. Von dort blicken wir auf die große Kolonie am Strand. Manche Pinguine stehen im Strand, viele brüten direkt neben dem oberen Boardwalk welcher außerhalb des National Park Geländes liegt und frei zugänglich ist und wieder andere kommen gerade aus dem Wasser zurück. So nah an wild lebenden Pinguinen zu sein, ist ein Erlebnis, das wir ganz sicher nicht vergessen werden.


Stürmische Grüße vom Kap der Guten Hoffnung

Von Simon’s Town fahren wir weiter in Richtung Kap der Guten Hoffnung. Dies gehört auch zum Table Mountain National Park und kostet Eintritt. Schon die Landschaft auf dem Weg dorthin ist beeindruckend. Niedrige Fynbos-Vegetation bedeckt die Hügel, dahinter brandet der Ozean an die felsige Küste.

Am bekannten Schild des Cape of Good Hope darf natürlich auch bei uns das obligatorische Familienfoto nicht fehlen. Das Kap wurde von Seefahrern einst wegen der gefährlichen Bedingungen gefürchtet. Und wir bekommen zumindest eine Ahnung davon, warum: Der Wind peitscht so kräftig über die Küste, dass wir uns zeitweise dagegenstemmen müssen. Die Landschaft wirkt rau, wild und gleichzeitig unglaublich schön.

Anschließend fahren wir weiter zum Buffelsfontein Tourist information Centre, erkunden die Umgebung und erfahren mehr über die besondere Tier- und Pflanzenwelt der Kap-Halbinsel. Vor allem die Vegetation fasziniert uns, zahlreiche der Pflanzenarten kommen ausschließlich in der Kapregion vor und haben sich an Wind, nährstoffarme Böden und regelmäßige Feuer angepasst.

 

Noordhoek und der Chapman’s Peak Drive

Das kleine Dorf Noordhoek ist für seinen langen Strand, seine Reitmöglichkeiten und sein entspanntes Farm-Village bekannt. Rund um einen begrünten Innenhof liegen Cafés, kleine Geschäfte und ein Bio-Supermarkt. Nach so viel Wind und frischer Meeresluft kommen uns Kuchen und ein guter Barista Cappuccino gerade recht. Wir Bummel doch die schönen Stände und packen noch ein paar Leckereien vom Bäcker ein. Hier kann man es sich wirklich gut gehen lassen.

Danach gehts auf eine wunderschöne mautpflichtige Küstenstraße, den Chapman’s Peak Drive. Die Straße wurde direkt in die steilen Felsen gebaut und schlängelt sich hoch über dem Atlantik entlang. Hinter jeder Kurve öffnet sich ein neuer Blick auf das Meer, die Berge und die tief unter uns liegenden Buchten.

Wir halten an einem der Aussichtspunkte und genießen den Ausblick. Von hier aus kann man auch die Wanderungen zum Chapman’s Peak starten. Dieses mal nicht, aber bestimmt bei der nächsten Tour hier auf die Kap Halbinsel. Langsam sinkt die Sonne und wir fahren über Hout Bay zurück Richtung Kapstadt.

Am Abend essen wir noch in einem kleinen Veggi-Restaurant in unserem Viertel Sea Point und gönnen uns einen Drink in der Rooftop-Bar unseres Hotels während hinter uns die Sonne neben dem Lion’s Head untergeht und lassen den Tag noch einmal Revue passieren.

Pinguine, Sturm, Felsen, Strände und eine der schönsten Küstenstraßen, die wir je gefahren sind – die Kap-Halbinsel hat uns in den weniger Stunden völlig in ihren Bann gezogen.  

Nun beginnt der nächste Abschnitt unserer Familienreise entlang der Garden Route – mit einer unerwartet nahen Begegnung, die uns für immer im Gedächtnis bleiben wird. >> zum Teil 3

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