Ein Wochenende in der Ferienregion Pillerseetal

Ein Wochenende in der Ferienregion Pillerseetal

Natur, Abenteuer und Familienzeit in den Kitzbüheler Alpen

Ein Wochenende in der Ferienregion Pillerseetal reicht bei Weitem nicht aus, um die Vielfalt dieser Region wirklich kennenzulernen. Aber es ist perfekt, um sich zum ersten Mal in die wunderschöne Bergwelt zwischen Hochfilzen, Fieberbrunn, St. Ulrich am Pillersee, St. Jakob in Haus und Waidring zu verlieben.

Den Großen direkt nach der Schule eingesammelt, geht es für uns los Richtung Tirol. Schon am frühen Nachmittag erreichen wir den Pillersee. Wir reisen mit unserem E-Auto an – Lademöglichkeiten gibt es direkt am Hotel und an vielen weiteren Standorten, wie den Bergbahnen, in der Region.

Wer mit den ÖPNV anreist, erreicht die Ferienregion ganz unkompliziert mit der Bahn, beispielsweise bis Fieberbrunn. Von dort bringen Bus oder ein kostenloses Shuttle für die letzte Meile Gäste zur Unterkunft. Mit der Gästekarte lassen sich während des Aufenthalts viele Busverbindungen in der Region kostenlos nutzen. 

Nach den letzten Serpentinen öffnet sich schließlich das auf rund 835 Metern gelegene Hochtal. Vor uns liegt der tiefblau schimmernde Pillersee, eingerahmt von den umliegenden Gipfeln der Kitzbüheler Alpen.

Schon bei der Fahrt entlang der Uferstraße wird klar: Hier werden wir nicht zum letzten Mal sein.


Ankommen im Hotel Das Pillersee

Nur wenige Minuten später beziehen wir unser Studio im Hotel Das Pillersee. Die Lage könnte kaum besser sein – nur wenige Gehminuten vom See entfernt und gleichzeitig ideal zwischen Fieberbrunn und Waidring gelegen.

Bereits an der Rezeption werden wir unglaublich herzlich empfangen. Sofort stellt sich dieses Gefühl ein, angekommen zu sein.

Das frisch renovierte Hotel wirkt modern und gleichzeitig angenehm gemütlich. Unser großzügiges Studio bietet genügend Platz für die ganze Familie und verfügt sogar über eine eigene Terrasse – perfekt, um den Abend später entspannt ausklingen zu lassen.

Besonders freut sich allerdings unsere Labradorhündin Lotta. Für sie wartet bereits ein kleines Willkommenspaket mit Leckerlis, Hundetütchen und hilfreichen Informationen für Urlauber mit Hund. Überhaupt erleben wir die Ferienregion Pillerseetal als ausgesprochen hundefreundlich. Hunde dürfen an viele Badeseen, in Busse und Bahnen sowie in zahlreiche Bergbahnen mitgenommen werden. Gerade für Familien, die ihren Hund selbstverständlich mit in den Urlaub nehmen möchten, ist das ein echter Pluspunkt.

Erste Abkühlung am Pillersee

Nachdem wir unser Gepäck verstaut haben, schlüpfen wir direkt in die Badesachen

Der Pillersee gehört zu den schönsten Naturseen Tirols. Sein glasklares Wasser wird von den umliegenden Bergen gespeist und sorgt selbst an warmen Sommertagen für eine herrlich erfrischende Abkühlung.

Rund um den See gibt es überraschend viel zu entdecken: einen SUP- und Bootsverleih, einen Kletterpark, einen Bogenparcours sowie die bekannte Seebühne, auf der im Sommer unter anderem das Seeleuchten stattfindet.

Trotz all dieser Angebote wirkt der See erstaunlich ruhig. Die Liegewiesen sind natürlich angelegt, Bäume und Sträucher spenden Schatten und sorgen für Privatsphäre.

Für uns, natürlich auch für Lotta, heißt es jetzt erst einmal: rein ins Wasser und die Erholung kann beginnen.

 

Tapas und Alpenglühen

Zurück im Hotel gehts direkt zum Abendessen direkt nebenan ins Restaurant Beim Bräu, wo wir den ersten Urlaubstag bei leckeren Tapas, einem Aperitif und dem warmen Licht der untergehenden Sonne ausklingen lassen.

Während sich die Berggipfel langsam orange färben, sitzen wir zusammen, lassen den Tag Revue passieren und freuen uns auf das, was morgen auf uns wartet.

Denn dann steht eines der Highlights der Ferienregion Pillerseetal auf unserem Programm: die Wanderung zum Wildseeloderhaus.

 

Früh raus lohnt sich – Wanderung zum Wildseeloderhaus

Am nächsten Morgen klingelt der Wecker früh. Unser Ziel ist es, mit einer der ersten Gondeln der Bergbahnen Fieberbrunn hinauf zu den Streuböden zu fahren. Gerade im Hochsommer lohnt sich das, denn die Wanderung zum Wildseeloderhaus liegt größtenteils in der Sonne und die Temperaturen steigen schnell an.

Oben angekommen genießen wir zunächst die frische Bergluft, bevor wir uns auf den rund eineinhalbstündigen (Ausgeschriebene) Aufstieg machen, wir brauchen ca. zwei Stunden. Zunächst führt der Weg über eine breite Forststraße vorbei an saftig grünen Almwiesen, bis hierher kann man auch noch gut mit Kinderwagen oder Rolli unterwegs sein. Danach wird daraus ein schmalerer Wanderpfad, der sich den Berg hinaufschlängelt.

Zu dieser Jahreszeit scheint der ganze Berg zu blühen. Überall wachsen unterschiedlichste Bergblumen und Kräuter, dazwischen summen Hummeln, Wildbienen und Schmetterlinge auf der Suche nach Nektar.

Casper, unser kleiner Tierflüsterer, hat allerdings weniger die Blumen als vielmehr die Käfer im Blick. Immer wieder landet einer auf ihm. Natürlich wird jeder einzelne vorsichtig aufgenommen und auf die nächste Blüte gesetzt. Für ihn ist der Weg mindestens genauso spannend wie das eigentliche Ziel.

Genau solche Momente lieben wir am Wandern mit Kindern. Man ist langsamer und achtsamer unterwegs, entdeckt so viele schöne Dinge und genießt die faszinierende Natur. 

Der Wanderweg verläuft größtenteils angenehm moderat. Zwischendurch wird es etwas steiler und einige Stufen wollen überwunden werden, insgesamt ist die Tour aber auch für wanderfreudige Familien gut machbar. Immer wieder laden kleine Bänke zu einer Pause ein. Besonders spannend ist die sogenannte Murmeltier-Kurve. Mit etwas Glück lassen sich hier tatsächlich die kleinen Bewohner der Berge beobachten. Wir halten natürlich Ausschau – und bauen zwischendurch noch das ein oder andere Steinmännchen. Für unsere Jungs gehört das inzwischen einfach zu jeder Wanderung dazu.

Oben angekommen eröffnet sich ein traumhaftes Panorama. Direkt vor uns liegt der tiefblaue Bergsee, dahinter erhebt sich das Wildseeloderhaus mit seiner kleinen Kapelle. Ein Anblick, wunderschön, fast kritisch wie ein Ölgemälde.

Während die Kinder lieber die zahlreichen Fische am Ufer beobachten, kann ich der Versuchung nicht widerstehen und springe kurzerhand in den kühlen Bergsee. Nach dem Aufstieg gibt es wohl kaum eine bessere Erfrischung.

Eigentlich könnte man von hier aus noch weiter bis zum Gipfel des Wildseeloders aufsteigen. Rund 45 Minuten würde der zusätzliche Weg noch dauern. Da es inzwischen aber bereits recht warm geworden ist und die Kindern nicht mehr so motiviert sind, entscheiden wir uns dagegen.

Stattdessen kehren wir auf der Sonnenterrasse des Wildseeloderhauses ein. Uns wurden die hausgemachten Bärlauch-Ravioli empfohlen – und spätestens nach dem ersten Bissen wissen wir auch warum. Die Teller sind am Ende restlos leer.

 

Kleine Entdeckungen am Wegesrand

Beim Abstieg nehmen wir uns bewusst Zeit, genießen die Ausblicke ins Tal. Dort wo der kleine Wanderweg wieder auf die Poststraße mündet kommen wir an der Wildalm vorbei. Eigentlich wollten wir hier noch einkehren, doch Hüttenwirt Walter befindet sich gerade mitten in den Vorbereitungen für die Saison und die Hütte hat noch geschlossen.

Trotzdem nimmt er sich ein paar Minuten Zeit für uns und führt uns herum. Besonders überrascht sind wir von der kleinen Bibliothek und dem mini Kino, das hier oben mitten in den Bergen entstanden ist.

 

Timoks Wilde Welt – hier möchte niemand mehr nach Hause

Zurück an der Bergstation Streuböden scheint plötzlich jede Müdigkeit vergessen.

Kaum entdecken die Jungs den Balance-Parcours, wird geklettert, balanciert und geturnt, als wären wir gerade erst gestartet.

Hier steht auch eine der vielen Murmelbahnen. Die passenden Holzkugeln gibt es direkt an der Bergstation (Könne nur per Karte bezahltwerden) – und wir wissen inzwischen: Mit einer Murmel in der Hand laufen unsere Kinder plötzlich freiwillig jeden Wanderweg.

Mit der Gondel fahren wir anschließend noch hinunter zur Mittelstation, wo mit Timoks Wilder Welt eines der schönsten Ausflugsziele für Familien in der Ferienregion Pillerseetal wartet. Im Mittelpunkt steht ein liebevoll gestalteter Wasserspielplatz. Es wird gestaut, Schleusen werden geöffnet und wieder geschlossen und Stöcke die als Boote agieren auf ihre Reise geschickt. Das Wasser fließt schließlich in zwei größere Teiche, die entweder über einen Balancierparcours oder mit kleinen Floßen überquert werden können.

Direkt daneben warten ein Niederseilgarten, ein Übungs-Klettersteig und ein klassischer Spielplatz, wer mehr Adrenalin braucht für den ist die Sommerrodelbahn eine super Ergänzung. 

Die Zeit vergeht wie im Flug und plötzlich wird es knapp. Fast hätten wir die letzte Gondel ins Tal verpasst, weil die Jungs einfach nicht nach Hause wollten.

Zurück im Hotel lassen wir den Tag ganz entspannt ausklingen. Nach einem leckeren Abendessen sitzen wir noch lange auf unserer Terrasse, schauen den letzten Sonnenstrahlen zu und lassen die vielen Eindrücke des Tages noch einmal Revue passieren.

 

Hoch hinaus auf die Steinplatte

Viel zu schnell ist schon der letzte Tag unseres Wochenendes in der Ferienregion Pillerseetal angebrochen.

Heute wartet noch ein Ort auf unserer Liste, den wir schon mehrmals neugierig beim vorbeifahren betrachtet haben: die süßen Gondeln der Bergbahn Steinplatte in Waidring.

Da die Temperaturen heute noch einmal deutlich höher angekündigt sind als am Vortag, entscheiden wir uns gegen eine längere Wanderung. Stattdessen nehmen wir uns Zeit, die beeindruckende Bergwelt rund um die Bergstation in unserem eigenen Tempo zu erkunden.

Unser erstes Ziel ist die Aussichtsplattform nur wenige Gehminuten von der Bergstation entfernt. Oben angekommen eröffnet sich ein beeindruckender Blick über die umliegenden Gipfel der Kitzbüheler Alpen und weit hinein ins Tiroler Unterland.

Wer allerdings nicht ganz schwindelfrei ist, sollte sich langsam herantasten. Teile der Plattform bestehen aus Glas- und Gitterelementen, durch die man direkt in die Tiefe blickt. Wir genießen den Ausblick, Leo studiert noch die umliegenden Gipfel durch das Fernrohr bevor es weiter geht, denn die Jungs haben heute ein ganz klares Ziel.


Eine Zeitreise im Triassic Park

Schon seit Tagen freuen sie sich auf den Triassic Park.

Direkt neben der Bergstation beginnt eine spannende Zeitreise, die uns rund 250 Millionen Jahre zurückführt – in eine Zeit, als die Steinplatte noch ein Korallenriff im Urmeer war.

Im Triassic Center tauchen wir in diese längst vergangene Welt ein. Die interaktiven Stationen machen die Erdgeschichte für Kinder greifbar, ohne schwerfällig zu wirken. Fossilien, Modelle und spannende Mitmachstationen sorgen dafür, dass wir immer wieder hängen bleiben.

Im angeschlossenen Forscherlabor wird anschließend selbst gegraben, untersucht und gefachsimpelt. Besonders unsere beiden Nachwuchsforscher wären hier vermutlich noch deutlich länger geblieben.

 

Dinosaurier, Wasser und jede Menge Abenteuer

Doch draußen wartet schon das nächste Abenteuer. Die Wege führen vorbei an Felsen, Latschenkiefern, kleinen Teichen und Wasserläufen an denen sich lebensgroße Dinosaurier, die immer wieder für staunende Gesichter sorgen, verteilen. Mal versteckt sich ein Dino hinter einem Felsen, mal begegnet man ihm auf dem nächsten Wegstück.

Meist gibt es bei den Dinos auch Hörstationen die über die Größe, Lebensraum und Nahrung erzählen. Kletterelemente, eine kleine Tropfsteinhöhle und zahlreiche Spielmöglichkeiten ergänzen das Angebot und fügen sich wunderbar in die Landschaft einfügen. 

Besonders heute an diesem warmen Sommertag ist der große Wasserspielbereich rund um den Triassic Beach, den höchstgelegenen Sandstrand Tirols. Hier kann geplanscht, gestaut und gebaut werden – während wir Eltern den Blick auf die umliegenden Berge genießen.

Und auch hier sind Hunde erlaubt, ob Gondelfahrt, Wanderwege oder Erlebnispark – die Ferienregion Pillerseetal ist für alle da, für Alleinreisende, Paare, Freunde, Familien und eben auch Hunde.

 

Viel zu schnell vorbei

Eigentlich hätten wir gerne noch den kurzen Aufstieg zum Gipfel der Steinplatte gemacht. Doch ist es mittlerweile einfach zu heiß und die Jungs nur schwer vom Wasserspiel und den Dinosaurier weg zu bekommen.

Als wir schließlich wieder mit der Gondel ins Tal fahren, wird uns bewusst, wie schnell dieses Wochenende vergangen ist. Dabei haben wir längst nicht alles gesehen.

Es gäbe noch unzählige Wanderungen, weitere Badeseen, kilometerlange Biketrails und Bergerlebnisse zu entdecken. Dann müssen wir eben wieder in die Ferienregion Pillerseetal kommen und überlegen schon während der Heimfahrt, wann das sein könnte.

Aber bevor wir nach Hause fahren, gehts noch an den Ablauf des Pillersees, denn auch hier kann man ganz entspannt am Bach liegen, sich treiben lassen und die unzähligen Libellen beobachten die emsig umherschwirren.

Als wir dann wieder im Auto sitzen, schlafen die Jungs nach wenigen Kilometern ein. Sonnencreme im Gesicht, Sand zwischen den Zehen und noch ein paar Steine in der Hosentasche. So enden für uns schöne Familienwochenenden die den Kids hoffentlich noch lange in Erinnerung bleiben. 

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