Wer unseren Blog schon länger verfolgt, hat vielleicht unseren Beitrag zum Mountainbike-Wochenende in der Silvretta Montafon gelesen. Im Sommer durften wir dort die neuen Familien-Biketrails erkunden und die beeindruckende Bergwelt kennenlernen. Für alle, die den Beitrag noch nicht kennen: Hier geht’s zum Blogpost.
Wund weil es uns im Sommer dort so gut gefallen hat, war schnell klar: Wir müssen auch im Winter wiederkommen. Schließlich ist die Region mit ihren rund 140 Pistenkilometern ein echtes Paradies für Wintersportler. Also am Freitag das Auto vollgepackt und ab in die Berge für ein Skiwochenende.
Ankommen & Wohlfühlen im Sporthotel Silvretta Montafon

Am frühen Nachmittag erreichen wir das Sporthotel Silvretta Montafon in Gaschurn – unser Zuhause für die nächsten Tage.
Wir beziehen unser hübsches Chalet mit separatem Elternschlafzimmer, großem Wohn-Essbereich, voll ausgestatteter Küche, Holzofen und ausziehbarer Couch für die Kinder. Die großen Fenster führen auf die Terrasse mit direktem Blick auf die Skipiste.
Ein echtes Highlight: das eigene kleine Dampfbad und die private Sauna im Badezimmer – und das, obwohl das Hotel zusätzlich mit dem großzügigen Golden SPA punktet, inklusive Familienbereich, Adults-only-Spa, Ruheräumen und Pool.
Kurz auspacken, rein in die Winterjacken – und schon geht’s wieder los.
Nachts auf dem Berg – Lange Nacht der Seilbahnen

Ab 18 Uhr steht ein besonderes Event an: die Lange Nacht der Seilbahnen, die jeden Winter an drei wechselnden Locations stattfindet. An diesem Abend bringt uns die Zamang Bahn kostenlos hinauf aufs Hochjoch.
Schon die nächtliche Gondelfahrt ist ein Erlebnis für sich. Oben auf 1.850 Metern angekommen, warten bereits mehrere Pistenbullys, in die man sich setzen, staunen und Fragen stellen darf. Auch das neu sanierte Kapellrestaurant hat geöffnet, draußen begleitet eine DJane die Feuershow.

Der Blick ins beleuchtete Tal ist einfach magisch – alles funkelt, die Luft ist klar und kalt. Als sich der Hunger meldet, wechseln wir in den SB-Bereich und gönnen uns einen richtig guten Kaiserschmarrn.
Gegen 20 Uhr folgt das nächste Highlight: Die Skischule fährt mit brennenden Fackeln in einer eindrucksvollen Choreografie die steilste Abfahrt Vorarlbergs hinunter. Anschließend zeigen die Pistenbullys ihr Können bei der Bullyparade.
Was für ein Auftakt für unseren ersten Abend in der Silvretta Montafon!

Aufwachen mit Bergblick & erster Skitag

Der nächste Morgen beginnt mit einem Blick direkt aus dem Bett auf die umliegenden weißen Berge. Nach einem entspannten und sehr umfangreichen Frühstücksbuffet holen wir unsere Ski aus dem Skiraum und machen uns auf den Weg.
In nur fünf Gehminuten erreichen wir die Versettla Bahn – bequemer geht’s kaum. Oben angekommen, begeistert uns sofort das sehr kinderfreundliche, vielseitige und hervorragend ausgeschilderte Pistennetz. Hier werden nicht nur Pisten angezeigt, sondern komplette Routen inklusive Verbindungsmöglichkeiten, Hütten und Toiletten – so übersichtlich haben wir das bisher selten erlebt.

Piste für Piste erkunden wir das Gebiet, bevor wir auf in der Sonnen Barga einkehren. Der Name ist Programm: Auf der Sonnenterrasse genießen wir die Nachmittagssonne, Pommes und Germknödel, bevor es wieder zurück auf die Ski geht.
An der Bergstation der Valisera Bahn wartet bereits die nächste Bühne – DJ, gute Stimmung und der Tag der Vereine mit Après-Ski-Party bis 18 Uhr. Für uns geht es aber weiter zu einem ganz besonderen Termin.
Sonnenuntergangsfahrt mit dem Pistenbully – wir erfüllen uns einen Kindheitstraum

Unsere Faszination für Pistenbullys begleitet Franzi und mich schon seit Jahren – und natürlich haben die Kinder diesen „Hype“ längst übernommen. In der Silvretta Montafon kann man dieses besondere Erlebnis tatsächlich buchen: eine Stunde als Co-Pilot im Pistenbully.
Schon ganz aufgeregt warten wir an der Bergstation und dann kommen zwei nagelneue Pistenbullys! Wir werden von zwei Lukas begrüßt, die uns heute mitnehmen, jeweils ein Erwachsener und ein Kind pro Fahrzeug.
Einmal mit dem Pistenbully in den Sonnenuntergang fahren – ein Kindheitstraum wird wahr.
Kaum sitzen wir im Cockpit, beginnt mein inneres Was-ist-Was-Lexikon zu arbeiten:
- Wie lange dauert ein Arbeitstag? (Bis 1 Uhr nachts.)
- Wie viel wiegt ein Pistenbully? (12 Tonnen.)
- Wie erkennt man, wo die Piste bearbeitet werden muss?
Wir fahren steile Hänge mit bis zu 27 Grad Neigung, drehen uns dank Kettenantrieb um 360 Grad, ziehen uns mit der Seilwinde den Berg hinauf und schieben dabei eine ganze Ladung Schnee vor uns her, bügeln Schneehügel glatt, ohne auch nur ein leichtes Ruckeln zu spüren. Nach einer Stunde steigen wir wieder aus, es war so intensiv, dass ich den traumhaften Sonnenuntergang fast verpasst hätte. Zum Abschied verrät uns Lukas noch, dass wir wohl nie die Ersten auf der frisch präparierten Piste sein werden, denn das sind er und seine 27 Kollegen, die nachts mit Stirnlampe als Erste über den perfekten Belag fahren.
Kulinarischer Tagesabschluss & Entspannung pur

Völlig geflasht geht es mit der Gondel wieder ins Tal. Hinter den gezackten Gipfeln glimmt noch ein letzter Rest Licht, überall leuchten die Pistenbullys in der Dunkelheit.
Zurück im Hotel schlüpfen wir aus den Skisachen, machen uns frisch und genießen ein köstliches 4-Gänge-Menü im Sporthotel Montafon. Danach fallen wir – nach einem kurzen Abstecher ins eigene Dampfbad – glücklich und müde ins Bett.
Noch einmal auf die Piste & Abschied auf Zeit

Am Abreisetag wollen wir jede Minute auskosten. Nach dem Frühstück geht es noch einmal auf die Ski, wir erkunden weitere Pisten und fahren die wohl süßeste Talabfahrt, die wir je erlebt haben. Durch das kleine Bergdorf Garfrescha, wo man auch prima Nachtrodel kann. Wer hier übernachtet, reist samt Gepäck mit einer kleinen Zweier-Sesselbahn an, allein das ist schon ein Erlebnis.
Mittags kehren wir in der Alten Talstation ein, Apfelstrudel für die Kids, veganes Blumenkohl-Steak für uns – einfach großartig.

Spa am Abreisetag – besser geht’s nicht
Zurück im Hotel packen wir unsere Sachen und ziehen das Auto an den Wallboxen in der Tiefgarage ab. Doch unser Aufenthalt ist noch nicht vorbei: Der Spa-Bereich im Sporthotel Montafon darf am Abreisetag bis 20 Uhr genutzt werden. Die Kinder zieht es in den Kristallpool und die Familiensauna, während ich den Adults-only-Bereich erkunde. Später treffen wir uns im Heustoba, einem der liebevoll gestalteten Ruheräume – ein perfekter Abschluss.
Unser Fazit
Was für ein intensives, erlebnisreiches Wochenende in der Silvretta Montafon! Erstaunlich, wie viel man in so kurzer Zeit erleben kann. Für uns sind solche Auszeiten auch mal für ein Wochenende echte Energiespender und wir wissen jetzt schon: Wir kommen im Sommer wieder, um noch mehr von dieser faszinierenden Bergwelt zu entdecken.







